Die große Mehrheit der Beschäftigten in Slowenien arbeitet in Büros, Produktionshallen, Geschäften und anderen geschlossenen Räumen. Untersuchungen zeigen, wie wichtig die Qualität der Innenraumluft für die Gesundheit des Menschen ist. Umso mehr, weil wir zwischen 70 und 90 Prozent unserer Zeit in Innenräumen verbringen. Dabei ist die Luftbelastung in geschlossenen Räumen mitunter bis zu fünfmal höher als im Freien. Wie die Europäische Allianz für öffentliche Gesundheit anführt, führt bereits ein Gramm Schadstoffe in Innenräumen zu einer bis zu tausendfach höheren Exposition als dieselbe Menge im Außenbereich.
Die (Qualität der Innenraumluft) in Gebäuden ist ein wesentlicher Faktor für die öffentliche Gesundheit. Schlechte Luft kann ernsthafte Erkrankungen wie Asthma oder Lungenkrebs begünstigen und weitere gesundheitliche Beschwerden verursachen, etwa Allergien, Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Gleichzeitig wirkt sie sich maßgeblich auf das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit aus.
Gerade in Unternehmen gilt die Luftqualität als ein zentraler Produktivitätsfaktor. Laut Harvard Business Review kann sich die Produktivität bei verbesserter Luftqualität und gleichzeitig sinkenden krankheitsbedingten Ausfällen um bis zu acht Prozent erhöhen. Die kognitiven Fähigkeiten der Beschäftigten können dabei sogar um bis zu 61 Prozent steigen. Umgekehrt mindert schlechte Luftqualität – etwa durch zu hohe Raumtemperaturen – die Leistung um bis zu zehn Prozent.
Auch mangelnde Konzentration, ausgelöst durch verbrauchte Luft mit erhöhter CO2-Konzentration, kann zu mehr Fehlern und sogar zu Arbeitsunfällen führen. Zu geringe Luftfeuchtigkeit, ein typisches Problem vor allem während der Heizperiode, belastet vor allem das Immunsystem und erhöht damit das Risiko für Erkrankungen und Krankenstände. Zusammengefasst lässt sich sagen: Unternehmen, die für eine optimale Luftqualität in ihren Arbeitsräumen sorgen, sind um bis zu zehn Prozent produktiver.
Neben Schadstoffen aus der Außenluft, die ebenfalls in Innenräume gelangen, wird die Luft in Unternehmen zusätzlich durch Partikel und Stoffe aus Arbeitsprozessen sowie aus Maschinen, Geräten und Materialien belastet. Diese treten etwa in Form von Staub, Rauch, Sporen von Mikroorganismen oder chemischen Substanzen auf. Laut einer Ambius-Studie zur Auswirkung von Luftqualität auf Zufriedenheit und Produktivität in US-Unternehmen beanstanden Beschäftigte am häufigsten eine schlechte Luftzirkulation, Staub sowie Gerüche nach Chemikalien oder Rauch. Auch zu wenige Pflanzen in Büros werden genannt, obwohl bekannt ist, dass sie bestimmte Partikel aus der Luft aufnehmen und den CO2-Gehalt senken können.
In Slowenien gelten unter anderem thermische Belastungen, Lärm, Lichtverhältnisse, Vibrationen, elektromagnetische und künstliche optische Strahlung sowie gefährliche chemische Stoffe als gesundheitsschädliche Einwirkungen am Arbeitsplatz, wie das Arbeitsinspektorat anführt. Im vergangenen Jahr wurden 55 Verstöße im Zusammenhang mit der Temperatur und 13 im Zusammenhang mit der Beleuchtung festgestellt.
Die Verordnung über die Anforderungen an Sicherheit und Gesundheitsschutz an Arbeitsplätzen verpflichtet Arbeitgebende, mit geeigneten Maßnahmen sicherzustellen, dass in Arbeitsräumen stets ausreichend Frischluft vorhanden ist – abgestimmt auf die Arbeitsabläufe und die körperliche Belastung der Beschäftigten. Zudem müssen sie für die regelmäßige Wartung der Lüftungsanlagen sorgen.
Wenn an bestimmten Arbeitsplätzen die Entstehung von Gasen, Dämpfen, Ausdünstungen oder Staub in gesundheitsschädlichen Konzentrationen nicht verhindert werden kann, müssen diese mit einer Einrichtung zur lokalen Lüftung ausgestattet sein. Gleichzeitig ist sicherzustellen, dass Lüftungs- oder Klimaanlagen während des Betriebs keinen gesundheitsschädlichen Luftzug verursachen. Die Verordnung legt außerdem fest, welche Luftmenge je nach Intensität der Tätigkeit in den Raum eingebracht werden muss. Die relative Luftfeuchtigkeit der zugeführten Luft hängt dabei von ihrer Temperatur ab.
Arbeitsräume mit ausreichend großen Fenstern oder anderen Lüftungsöffnungen, in denen keine gesundheitsschädlichen Emissionen in kritischen Konzentrationen entstehen, dürfen natürlich belüftet werden. Arbeitgebende müssen zudem sicherstellen, dass die Lufttemperatur in den Arbeitsräumen während der Arbeitszeit den physiologischen Bedürfnissen der Beschäftigten entspricht – abhängig von Art und Intensität der Arbeit. Ausgenommen sind Kühlräume, für die besondere Maßstäbe für Arbeiten in Kälte gelten.
Die Lufttemperatur in Arbeitsräumen darf 28 Grad Celsius nicht überschreiten. Beschäftigten, die in sogenannten heißen Arbeitsbereichen tätig sind, muss in Nebenräumen, Gängen und Stiegenhäusern, die mit diesen Bereichen verbunden sind, eine Temperatur von bis zu 20 Grad Celsius zur Verfügung stehen. Laut Arbeitsinspektorat gehen in den Sommermonaten vor allem Meldungen zu erhöhten Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit am Arbeitsplatz ein, vereinzelt aber auch zu unangenehmem Luftzug.{
Luftqualität im Büro
Einflussfaktoren und Auswirkungen auf Beschäftigte
Bei der Planung von Geschäfts- und Industriegebäuden ebenso wie bei deren Instandhaltung wird die Lüftung als einer der entscheidenden Faktoren oft unterschätzt, obwohl sie wesentlich zur Luftqualität im Raum und damit auch zur Gebäudegesundheit beiträgt.
Wie man bei LUNOS feststellt, wo Lüftungssysteme mit und ohne Wärmerückgewinnung entwickelt werden, wächst in Unternehmen zwar das Bewusstsein für die Bedeutung guter Innenraumluft. Wie häufig tatsächlich investiert wird, unterscheidet sich jedoch nach Art des Gebäudes und nach Unternehmensgröße deutlich.
„Der Unterschied zeigt sich vor allem zwischen Büroräumen und Produktionsbetrieben. In Bereichen, in denen sich Menschen über längere Zeit aufhalten und daher ein höherer Bedarf an kontrolliertem Luftaustausch besteht – typischerweise in Büros –, setzen Unternehmen immer häufiger auf mechanische Lüftung. In Produktionshallen hingegen dominiert oft noch immer die natürliche Belüftung oder es kommen nur minimale technische Lösungen zum Einsatz, außer wenn die Technologie oder gesetzliche Vorgaben etwas anderes verlangen“, erklärt Sandra Ivanovič Maričič, Marketingleiterin bei LUNOS Slowenien.
Kleinere Unternehmen und Handwerksbetriebe entscheiden sich für eine Investition meist dann, wenn sie mit Problemen wie Feuchtigkeit, Gerüchen oder Schimmel konfrontiert sind. In größeren Unternehmen sind Lüftungssysteme dagegen oft Teil umfassenderer Personal- und Nachhaltigkeitsstrategien – vor allem bei Neubauten oder ganzheitlichen energetischen Sanierungen.
Unternehmen reagieren meist dann, wenn in Arbeitsräumen Feuchtigkeit oder Schimmel auftreten – etwa in Sanitärräumen, Garderoben und Lagerräumen –, wenn in Besprechungsräumen bei langen Meetings die CO2-Konzentration rasch ansteigt und die Luft als schlecht wahrgenommen wird oder wenn unangenehme Gerüche Beschäftigte und Besuchende stören. Manchmal bringen Unternehmen auch häufigere krankheitsbedingte Ausfälle mit unzureichender Lüftung in Verbindung oder möchten das klassische Fensteröffnen durch eine mechanische Lüftung ersetzen, wodurch sich, wie die Gesprächspartnerin betont, auch die Heizkosten senken lassen.
Bei einer Investition tauchen laut ihr vor allem vier Bedenken immer wieder auf – und genau diese erweisen sich in der Praxis meist als unbegründet. Unternehmen fragen sich, ob sich die Investition überhaupt rechnet, welche baulichen Maßnahmen für den Einbau erforderlich wären, wie störend das installierte System für die Beschäftigten wäre und welcher zusätzliche personelle oder finanzielle Aufwand für die Wartung entsteht.
„Im Vergleich zu Ländern wie Deutschland, Österreich oder den skandinavischen Staaten gibt es in Slowenien nach wie vor keine systematische Förderung für Investitionen in die Qualität der Innenraumluft. Dort gibt es mehr Förderprogramme, Zertifizierungen und Regelwerke, die Unternehmen zu besserer Lüftung motivieren – auch aufgrund finanzieller Anreize. Mehr zu Fördermöglichkeiten. In Slowenien verlassen wir uns dagegen noch oft auf das subjektive Empfinden – also darauf, ob es ‚gut riecht‘ oder nicht. Die Qualität der Luft bestimmt jedoch nicht die Nase, sondern Messgeräte, Analysen und ein durchdachtes Lüftungssystem“, heißt es bei LUNOS Slowenien. Zugleich betont man dort, dass mechanische Lüftung längst nicht mehr nur eine Frage des Komforts ist, sondern zunehmend auch von Gesundheit, Effizienz sowie gesetzlichen und nachhaltigkeitsbezogenen Anforderungen.
LUNOS Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung sind eine hochwertige und zugleich leistbare Lösung bei Feuchtigkeitsproblemen in Ihrem Zuhause. Sie zählen zu den energieeffizientesten Systemen am Markt, arbeiten nahezu geräuschlos und bieten einen hohen Schallschutz. Die Montage erfordert nur minimale bauliche Eingriffe und eignet sich daher sowohl für Sanierungen als auch für Neubauten. Darüber hinaus können Sie die Systeme bequem über Ihr Mobilgerät steuern und in Ihr Smart Home integrieren. Finden Sie die optimale Lösung gegen Feuchtigkeit. >>