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Lüftungssysteme, Energieeffizienz | Lesedauer: 8 min

Messung der Luftqualität – was sagen die Messergebnisse aus

Im Alltag verlassen wir uns bei der Beurteilung der Luftqualität oft auf unsere Sinne. Wenn die Luft nicht stickig ist und wir weder Feuchtigkeit noch unangenehme Gerüche wahrnehmen, haben wir das Gefühl, dass im Raum alles in Ordnung ist. Das vermittelt uns ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle über unser Wohnumfeld. Die Realität ist jedoch etwas anders – Luftqualität ist deutlich komplexer, als wir sie mit unserem bloßen Empfinden erfassen können.


 

Können wir unserem eigenen Empfinden wirklich vertrauen?

Der menschliche Körper passt sich sehr schnell an die Bedingungen in einem Raum an. Wenn wir über längere Zeit schlechterer Luft, erhöhter Feuchtigkeit oder höheren CO₂-Konzentrationen ausgesetzt sind, gewöhnen wir uns schrittweise daran – und nehmen das Problem oft gar nicht mehr wahr. Genau deshalb sind viele Menschen überzeugt, dass die Luft im Raum in Ordnung ist, obwohl Messungen häufig ein anderes Bild zeigen. Das bedeutet:

  • Schlechte Luft muss nicht zwingend unangenehm riechen, denn viele schädliche Faktoren sind geruchlos.

  • Erhöhtes CO₂ können wir weder sehen noch direkt wahrnehmen – es wirkt sich aber sehr wohl auf unseren Körper aus.

  • Feuchtigkeit wird oft erst dann bemerkt, wenn sichtbare Folgen wie Schimmel auftreten.

Sich ausschließlich auf das eigene Empfinden zu verlassen, kann daher irreführend sein – besonders in modernen, gut abgedichteten Gebäuden.

Messungen zeigen, was unsere Sinne bei der Luftqualität nicht erfassen - LUNOS

Messungen zeigen, was unsere Sinne nicht wahrnehmen

Genau deshalb ist die Messung der Luftqualität eine der objektivsten Möglichkeiten, um herauszufinden, was in einem Raum tatsächlich vor sich geht. Die erfassten Werte geben uns einen klaren Einblick in die Bedingungen und ermöglichen es, fundierte Entscheidungen zu treffen. Messgeräte liefern Informationen zu den wichtigsten Parametern:

  • relative Luftfeuchtigkeit,

  • CO₂-Konzentration,

  • Temperatur,

  • Luftdruck.

Auf Basis dieser Daten lässt sich präzise einschätzen, ob die Luft im Raum gesund, angenehm und fürs Wohnen geeignet ist – oder ob Veränderungen notwendig sind, um die Wohnqualität langfristig zu verbessern. Ein solcher Überblick ist in allen Räumen wichtig, in denen wir Zeit verbringen – zu Hause, im Büro, im Ferienhaus, im Keller, in der Garage oder im Fitnessraum –, denn die Bedingungen können sich von Raum zu Raum deutlich unterscheiden, auch wenn man das auf den ersten Blick nicht erkennt.

Wie lassen sich Ergebnisse von Luftqualitätsmessungen richtig verstehen? - LUNOS

Wie lassen sich Messergebnisse richtig verstehen?

Sobald die Ergebnisse vorliegen, stellt sich oft die Frage: Sind diese Werte gut oder schlecht? Zahlen allein sagen ohne den richtigen Kontext nur wenig aus. Deshalb ist es wichtig, sie korrekt zu interpretieren. Im Folgenden finden Sie eine einfache Erklärung dazu, was die einzelnen Parameter für Ihr Zuhause bedeuten und wie sie sich auf Ihren Alltag auswirken.

 

1. Luftfeuchtigkeit – die Grundlage für gesundes Wohnen

Die optimale relative Luftfeuchtigkeit in einem Raum liegt zwischen 40 % und 60 %, weil dieses Umfeld ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Komfort und Gesundheit schafft. In diesem Bereich fühlen wir uns am wohlsten und senken gleichzeitig das Risiko, dass sich Mikroorganismen entwickeln.

Luftfeuchtigkeit – die Grundlage für gesundes Wohnen - LUNOS

  • 40–60 %
    Das ist der ideale Bereich. Die Luft ist weder zu trocken noch zu feucht, die Bedingungen zum Wohnen sind angenehm, und gleichzeitig sinkt das Risiko für Schimmel und andere Probleme.
  • Über 60 %
    Erhöhte Luftfeuchtigkeit schafft günstige Bedingungen für die Entstehung von Schimmel, Milben und Bakterien. Darüber hinaus kann sie Möbel, Wände und andere Materialien beschädigen.
  • Über 70 %
    Eine langfristige Belastung mit solcher Feuchtigkeit kann die Gesundheit beeinträchtigen (Allergien, Atembeschwerden), das Wohlbefinden verschlechtern und den Wert der Immobilie langfristig mindern.
Wenn die Luftfeuchtigkeit häufig zu hoch ist, bedeutet das meist, dass der Raum nicht ausreichend belüftet wird oder dass die Feuchtigkeit länger im Raum bleibt, als sie sollte.

 

2. CO₂ – ein unsichtbarer Indikator für die Luftqualität

Die Konzentration von Kohlendioxid (CO₂) ist einer der besten Indikatoren dafür, wie „verbraucht“ die Luft in einem Raum ist. Es handelt sich um ein Gas, das wir ständig ausatmen, weshalb seine Konzentration in geschlossenen Räumen ohne ausreichende Belüftung rasch ansteigt. Da wir es weder sehen noch riechen können, ist eine Messung umso wichtiger.
CO₂ – ein unsichtbarer Indikator für die Luftqualität - LUNOS
  • Bis 1000 ppm
    Die Luftqualität ist gut.
    Eine solche Umgebung unterstützt Wohlbefinden, eine hohe Konzentrationsfähigkeit und guten Schlaf – besonders wichtig in Schlafzimmern und Arbeitsräumen.
  • 1000–1500 ppm
    Die Luft ist bereits etwas schlechter. In einer solchen Umgebung können Müdigkeit, Schläfrigkeit und eine geringere Produktivität auftreten, was oft anderen Ursachen zugeschrieben wird.
  • Über 1500 ppm
    Die Luft ist deutlich schlecht. Ein längerer Aufenthalt in einem solchen Raum kann Kopfschmerzen, geringere Konzentration, ein stickiges Raumgefühl und ein allgemein schlechteres Wohlbefinden verursachen.
Ein erhöhter CO₂-Wert ist ein klares Zeichen dafür, dass im Raum zu wenig frische Luft vorhanden ist – unabhängig davon, wie uns die Luft auf den ersten Blick erscheint. Das bedeutet, dass der Luftaustausch im Verhältnis zur Anzahl der Personen und zur Nutzung des Raums nicht ausreichend ist.
 

3. Temperatur – mehr als nur ein Wärmeempfinden

Die Temperatur beeinflusst unser Wohlbefinden sehr stark, spielt aber auch eine wichtige Rolle für die allgemeine Luftqualität und das Wohnklima. Sie wirkt sich direkt darauf aus, wie wir uns in einem Raum fühlen, und steht gleichzeitig in engem Zusammenhang mit Luftfeuchtigkeit und Luftzirkulation. Die empfohlene Temperatur in Wohnräumen liegt zwischen 20 °C und 24 °C.

Temperatur – mehr als nur ein Wärmeempfinden - LUNOS

  • 20–24 °C
    Das ist der optimale Bereich fürs Wohnen. Solche Bedingungen fördern Wohlbefinden, erholsamen Schlaf sowie effektives Arbeiten oder Lernen.
  • Über 24 °C
    Der Raum überhitzt sich, was Müdigkeit, geringere Konzentration und Schlafstörungen verursachen kann. Häufig hängt das auch mit unzureichender Belüftung zusammen.
  • Unter 19 °C
    Eine zu niedrige Temperatur beeinträchtigt den Komfort und kann Kondensation von Feuchtigkeit auf kalten Oberflächen verursachen, was langfristig zu Problemen mit Feuchtigkeit und Schimmel führt.
Die Temperatur steht in engem Zusammenhang mit Luftfeuchtigkeit und Belüftung. Deshalb ist es wichtig, sie immer gemeinsam mit den anderen Parametern zu betrachten. Nur ein ganzheitlicher Blick auf alle Faktoren ermöglicht es uns, ein gesundes und angenehmes Wohnumfeld zu schaffen.

 

4. Luftdruck – ein weniger offensichtlicher, aber wichtiger Faktor

Der Luftdruck ist kein direkter Indikator für die Luftqualität, beeinflusst jedoch die Luftdynamik im Raum und unser Wohlbefinden. Oft wird er übersehen, obwohl er einen spürbaren Einfluss auf den Wohnkomfort haben kann.

  • Stabile Werte
    Die Bedingungen im Raum sind ausgewogen, was auf ein stabiles und angenehmes Wohnumfeld hinweist.
  • Größere Schwankungen
    Diese können durch Wetterveränderungen, das Öffnen von Fenstern oder Unterschiede zwischen Innen- und Außendruck verursacht werden. Sie können die Luftbewegung und das persönliche Komfortempfinden beeinflussen.

Es ist sinnvoll, den Luftdruck gemeinsam mit den anderen Parametern zu beobachten, denn erst das Gesamtbild zeigt den tatsächlichen Zustand im Raum. Nur so lässt sich richtig verstehen, wie die einzelnen Faktoren zusammenwirken und wie sie unser Wohlbefinden sowie die Wirksamkeit der Belüftung beeinflussen.

 

Was tun, wenn die Ergebnisse nicht optimal sind?

Wenn Messungen Abweichungen zeigen – besonders bei Luftfeuchtigkeit oder CO₂ –, bedeutet das, dass der Raum nicht genügend hochwertige Luft für ein gesundes Wohnen bietet. Solche Bedingungen sind oft eine Folge moderner Bauweise, bei der durch gute Abdichtung der natürliche Luftaustausch verringert wird. Gleichzeitig beeinflusst auch unser Lebensstil die Luftqualität im Raum.

Im schnellen Alltag vergessen wir häufig das regelmäßige Lüften, und zusätzlich wirken äußere Faktoren wie niedrige Temperaturen im Winter, hohe Temperaturen im Sommer, Mücken, Allergene und verschmutzte Luft auf das Raumklima ein – deshalb öffnen wir die Fenster oft nicht häufig genug. Die häufigste Ursache für schlechte Luft bleibt daher eine unzureichende oder falsche Belüftung.

Kurzes Öffnen der Fenster kann zwar helfen, hat aber mehrere Grenzen:

  • Die Wirkung ist nur vorübergehend.

  • Es hängt von unseren Gewohnheiten ab.

  • Es verursacht Wärmeverluste und lässt Außengeräusche sowie Schadstoffe eindringen.

Deshalb entscheiden sich immer mehr Menschen für moderne Lüftungslösungen, die einen kontinuierlichen und kontrollierten Luftaustausch gewährleisten. So wird die Wohnqualität langfristig verbessert, Feuchtigkeit reduziert und ein gesünderes Raumklima geschaffen.

Was tun, wenn die Ergebnisse der Luftqualitätsmessung nicht optimal sind? - LUNOS

Warum ist es sinnvoll, rechtzeitig zu handeln?

Die Luftqualität wirkt sich direkt auf viele Aspekte des Wohnens aus, die wir oft unterschätzen. Eine langfristige Belastung durch schlechte Luft zeigt sich häufig erst mit der Zeit – wenn die Folgen bereits sichtbar sind. Genau deshalb ist rechtzeitiges Handeln entscheidend. Mit den richtigen Lösungen können Sie:

  • Gesundheit und Wohlbefinden verbessern,

  • für besseren Schlaf sorgen,

  • Konzentration und Produktivität im Büro steigern,

  • Schimmelbildung vorbeugen,

  • den Wert Ihrer Immobilie erhalten,

  • Wärmeverluste durch Energierückgewinnung reduzieren.

Messungen sind der erste Schritt. Der eigentliche Wert liegt jedoch darin, die Ergebnisse zu verstehen – und sie in konkrete Verbesserungen für Ihr Zuhause oder Ihr Arbeitsumfeld umzusetzen.

 

Welche Luft möchten Sie in Ihrem Raum haben?

Die Luftqualität ist nichts, was wir dem Zufall oder allein unserem Gefühl überlassen sollten. Messungen geben Ihnen einen klaren Einblick in den tatsächlichen Zustand – noch wichtiger ist jedoch, auf Basis dieser Daten auch zu handeln. Mit den richtigen Lösungen schaffen Sie ein Umfeld, in dem Sie, Ihre Familie oder Ihre Kolleginnen und Kollegen Tag für Tag besser atmen können – unabhängig von Jahreszeit und äußeren Bedingungen.

 


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