Feuchtigkeit in Innenräumen zählt zu den häufigsten Problemen in Apartments, Ferienhäusern und...
Kellerbelüftung | Lesedauer: 3 min
Warum die Belüftung des Kellers besonders wichtig ist
Wenn es um eine optimale Lüftung und die Kontrolle der Luftfeuchtigkeit im Haus geht, sind unbeheizte Kellerräume oft eine Schwachstelle. Das liegt vor allem daran, dass sie von Erdreich umgeben sind und sich daher deutlich langsamer erwärmen als ihre Umgebung. Zudem sind unbeheizte Keller nicht in die Wärmedämmung des Gebäudes eingebunden, was besondere Anforderungen an eine regelmäßige Lüftung stellt. In diesem Beitrag erfahren Sie, worauf Sie achten sollten.
Warum riecht es im Keller im Sommer oft muffig?
Mitten im Sommer ist es draußen deutlich wärmer als im Keller. Das ist problematisch, weil warme Luft wesentlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte. Gelangt sie in den Keller und kühlt dort ab, kondensiert die überschüssige Feuchtigkeit an den Wänden und bildet damit einen idealen Nährboden für Schimmel. Breitet sich dieser aus, verursacht er nicht nur einen unangenehmen muffigen Geruch, sondern stellt auch ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar – schließlich kann sich Schimmel auch auf Lebensmittel, Kleidung und Dokumente ausbreiten.

Darüber hinaus bietet Feuchtigkeit einen idealen Nährboden für Hausschwamm – einen aggressiven Pilz, der Holz zerstört, tief in die Bausubstanz eindringen und erhebliche Schäden am Gebäude verursachen kann. Hat er sich erst einmal ausgebreitet, lässt er sich nur sehr schwer wieder entfernen.

Um diese Probleme zu vermeiden, muss die Luftfeuchtigkeit genau überwacht und der Lüftungszyklus entsprechend angepasst werden.
Was ist beim Lüften des Kellers im Winter zu beachten?
Auch im Winter muss auf die richtige Luftfeuchtigkeit geachtet werden. Liegt die Raumfeuchte über dem zulässigen Höchstwert, ist ein Luftaustausch unbedingt erforderlich. In diesem Fall wird der Keller stoßgelüftet – genauso wie Wohnräume. Das bedeutet, dass die Fenster für fünf bis zehn Minuten vollständig geöffnet werden und, wenn möglich, für Durchzug gesorgt wird.
Bei milden Temperaturen können die Fenster in unbeheizten Kellern auch gekippt werden. Das sorgt für einen kontinuierlichen Luftaustausch und verhindert Kondensat an den Kellerwänden. Vorsicht ist jedoch geboten: Sobald es zu regnen oder zu schneien beginnt, sollten die Kellerfenster wieder geschlossen werden.

Wird der Keller zum Waschen, Trocknen oder Bügeln genutzt, sollte häufiger gelüftet werden, damit die feuchte Luft optimal abgeführt werden kann.
Wie hoch sollte die Luftfeuchtigkeit im Keller sein?
Die Frage nach der optimalen Luftfeuchtigkeit hängt stark davon ab, wie der Keller genutzt wird. Wenn Sie Ihren Keller als Wohnraum, Arbeitszimmer, Hobbykeller oder Fitnessraum nutzen, sollte die Luftfeuchtigkeit bei 40–60 % liegen.
Der Keller kann aber auch optimal als Lagerraum für Lebensmittel genutzt werden. In diesem Fall sollte die Temperatur über alle Jahreszeiten hinweg möglichst konstant bleiben. Ein guter Wert liegt bei 50 bis 65 %. Wenn Sie Kartoffeln lagern, sollten Sie auf eine Luftfeuchtigkeit von rund 90 % und eine Temperatur von 5 bis 8 Grad Celsius achten.
Sorgen Sie auch während Ihrer Abwesenheit für ausreichende Lüftung – mit Lüftungsgeräten
Gerade in der kühleren Jahreszeit ist es empfehlenswert, den Keller häufiger zu lüften. Das Problem dabei ist, dass die meisten Menschen tagsüber nicht zu Hause sind. Dadurch kann es zu einem unzureichenden Luftaustausch kommen. Eine Lösung bieten Lüftungssysteme, die sowohl in zentraler als auch in dezentraler Ausführung erhältlich sind. Sie sorgen automatisch dafür, dass feuchte und verbrauchte Luft abgeführt und frische Außenluft zugeführt wird.

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